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Wirtschaftlicher Aufschwung und aufblühender Tourismus

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung durch die Industrialisierung wuchs die Stadt über ihre bisherigen Grenzen hinaus. Ein entscheidender Schritt war die
Anbindung Schaffhausens an das Eisenbahnnetz 1857.

Ab etwa 1850 setzte durch die Industria­lisierung ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Mit der Anbindung an das Eisenbahnnetz 1857 wurde auf dem Gelände
der Bleiche das erste provisorische Stations­gebäude errichtet, das 1869 durch den heutigen Bahnhof ersetzt wurde. 

Auch der Bau des Moserdamms 1863–1866 als erstes grosses Schweizer Wasserkraftwerk war ein Motor für Schaffhausens Industrialisierung. Die Drahtseiltransmis­sion verteilte die mechanische Energie in die ganze Stadt und trug massgeblich zum Aufschwung der Metall-, Uhren- und Textilindustrie in Schaffhausen bei.

Entlang der damals noch intakten Stadtmauer entstand die Bahnhofstrasse als neue Achse. Es entstanden repräsentative Gebäude wie das Post- und Telegraphengebäude (1899–1902) und die Kreiszolldirektion (1913–1914). 

Der Anschluss Schaffhausens an das Bahnnetz führte zudem zu einem Aufschwung des Tourismus und der Hotel­lerie. Gleich sechs Hotels eröffne­ten
an der neuen Bahnhofstrasse und verliehen der Strasse einen exklusiven, städtischen Charakter. Zu den bekanntesten Häusern zählten der Rheinische Hof (erbaut 1870/71), das Hotel Müller (erbaut 1874/75) und das Hotel Bahnhof (erbaut 1895). 

Mit dieser Entwicklung avancierte die Bahnhofstrasse zu einer repräsentativen Adresse und einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Stadt Schaffhausen.